02.Okt.2021 - ÜBERGABE NEUER EINSATZDROHNEN

+++ ÜBERGABE NEUER EINSATZDROHNEN +++

Nach über einem Jahr der Konzipierung, Planung, Ausschreibung und Ausbildung war es am 1. Oktober nun endlich so weit und wir konnten gemeinsam mit der DRK-Bergwacht Meuselbach die neuen Einsatzdrohnen für den Bevölkerungsschutz übernehmen. Dazu trafen sich einige Mitglieder der Einheiten an unserem Gerätehaus, um die Drohnen (UAS) sowie eine erste Einweisung und Schulung von der Firma Drohne112.de zu erhalten.
 
Bei dem UAS (engl. unmanned aircraft system = unbemanntes Luftfahrtsystem) handelt es sich um die DJI Mavic 2 Enterprise Advanced, welche äußerst vielseitig und dennoch kompakt ist.

Hier ein paar Daten zum UAS:

 
• 640×512 px Wärmebildkamera mit ±2 °C Genauigkeit der Temperaturmessung und 16-fachen Zoom
• 48 MP RGB-Kamera mit 32-fachen Digitalzoom
• Betriebstemperatur von -10 °C bis 40 °C
• maximale Geschwindigkeit 72 km/h
• maximale Flugzeit pro Akku 31 Minuten
• Anbauteile: Scheinwerfer, Lautsprecher, Signalleuchte
 
Die Stationierung an unserem Standort ergibt sich aus verschiedensten Gesichtspunkten, welche wir innerhalb der „Konzeption zum Einsatz eines unbemannten Luftfahrtsystems (UAS)“ erarbeitet haben. In der Konzipierung und der Fortschreibung des Gefahrenabwehrkonzeptes 2022 wurde dieses Konzept entsprechend berücksichtigt und implementiert. Gemäß des Gefahrenabwehrkonzeptes 2022 stehen wir für die Aufgaben „Suchen und Aufklären“ zur Verfügung und können von der jeweiligen Einsatzleitung, im Rahmen unseres zugewiesenen Gebietes, nachalarmiert werden. Sollte der Einsatzleitwagen (ELW 1) alarmiert werden, werden wir das UAS nahezu immer mitführen, um schnellstmöglichst eine Aufklärung durchführen zu können, sofern es vom Einsatzleiter gewünscht ist. Ebenso kann das UAS auch von anderen Mitgliedern der BOS im Rahmen der Amtshilfe angefordert werden.
 
Den laufenden Monat werden wir uns zunächst noch etwas mit der Technik und deren Einsatzmöglichkeiten beschäftigen, bevor wir uns final bei der Leitstelle Jena einsatzbereit melden. Das heißt für uns üben, üben und nochmals üben, damit wir für Kommendes bestens gerüstet sind. Da die Lehrgangskapazitäten an der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (TLFKS) leider nur ein begrenztes Spektrum an Plätzen hergeben, verfügen wir momentan erst über vier ausgebildete Fernpiloten, welche die Ausbildung gemäß des Fernpiloten-Zeugnisses A2 nach den gültigen EU-Richtlinien bereits erfolgreich absolviert haben. Weitere werden bald als möglich folgen.
 
An dieser Stelle möchten wir uns besonders bei KBI i. R. Frank Thomzyk sowie dem aktuell kommissarischen Amtsleiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, Michael Haun, für die Unterstützung und Umsetzung des Projekts bedanken.
Wenn auch Ihr Interesse habt, mit moderner und hochwertiger Technik zu arbeiten und im Bereich rund um Schmiedefeld wohnt, dann kommt gerne zu uns, um Mitglied zu werden.